Samstag

Morgen-Check-in

Programmstart

Heute wollen wir uns vom Großen Ganzen zu den Details vorarbeiten.

Agenda für Samstag
Zu bearbeiten: Vision; Wertepapier; Ziele; Unterziele; Maßnahmen

Im großen Kreis diskutieren wir die ersten drei Punkte:

1. Gemeinsame Vision

  1. Wir wollen das „gute Leben für alle“
  2. Wir wollen eine andere Zukunft als die, die uns droht
  3. Wir brauchen jeden / alle Lebewesen
  4. Wir sind eine offene Gruppe
  5. etc.

2. Gemeinsame Wertegrundlage

Basierend auf dem – bereits vorab mit der Einladung ausgesendeten – Wertepapier-Entwurf wollen wir unsere gemeinsamen Werte erarbeiten und festhalten. Die Beiträge zu Vision und Werte werden gesammelt und einer Arbeitsgruppe zum Einarbeiten anvertraut.

3. Übergeordnetes Ziel

  • Als erstes einigen wir uns auf einen Zeitrahmen für unsere Zielplanung. Die einzelnen Impulse (= Zeiträume) werden gesammelt; der Durchschnitt ergibt 5 Jahre.
  • Im nächsten Schritt sammeln wir in drei Runden möglichst SMARTe (= spezifisch, messbar, aktionsorientiert, realistisch, terminiert) 5-Jahres-Ziele. Reihum nennen die TeilnehmerInnen ihre Ziele für ein Bündnis; die Wortmeldungen werden auf Flipcharts festgehalten. Auch hier wird die weitere Sortierung einer Arbeitsgruppe anvertraut.

4. & 5. Zwischenziele und Maßnahmen

Diese beiden Punkte sollen direkt in Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Planmäßig arbeiten die AGs für eine Stunde an ihrem Thema, danach präsentieren sie ihren Output und bekommen Feedback. Schließlich soll mit dem (neuen) Input in den AGs weitergearbeitet werden. Gleich vorweg: zur zweiten Runde fehlt uns dann die Zeit. Aber erst der Reihe nach…

Bildung der Arbeitsgruppen

Basierend auf Angebot und Nachfrage bilden sich folgende Arbeitsgruppen. „Hutträger“ übernehmen die Koordination der AGs.

  • AG Wissensmanagement
    • Wo & wie wird Wissen & Erarbeitetes aufgeschrieben und aufbereitet?
  • AG Vision & Werte
    • Wertepapier entsprechend der vorherigen Diskussion anpassen
    • Vision formulieren (basierend auf Bobbys „Expedition in die Zukunft“)
  • AG Ziele
    • vorher gesammelte Punkte sortieren und aufbereiten
    • Aufteilen in Ziele für Bündnis/Mitglieder
  • AG Label
    • Begriffe für Wandelbewegung, Marketing
  • AG Organisationsstruktur
    • Wie kann ein die interne Organisation des Bündnisses aussehen?
  • AG Web- & Datendienste im Bündnis
    • Rahmenbedingungen
    • Konkreter Datenaustausch

Nun ist eine Stunde Zeit, um in den Arbeitsgruppen einen ersten Überblick zu erarbeiten.

Flipchart: Welche Arbeitsgruppen gibt es.
6 Arbeitsgruppen für den Nachmittag:
Wissensmanagement, Vision und Werte, Ziele, Label, Organisationsstruktur, Web- und Datendienste.

Präsentation der Zwischenergebnisse

Reihum präsentieren die Gruppen kurz ihre Arbeit. Außerdem sind sie aufgefordert, offene Fragen an die Runde zu stellen, und bekommen Feedback und Input.

AG Wissensmanagement

  • Generelle Aufgabe: Erarbeiten und Prüfen der Möglichkeiten und Strategien zu Organisation und Strukturierung des Wissens der Wandelbewegung 
  • Erste Teilaufgabe:  Aufbereitung der Ergebnisse aus dem Treffen in Sulzbrunn; Präsentation dieser Ergebnisse und des Gründungsprozesses des Wandelbündnisses nach außen
  • Zweite Teilaufgabe: Organisation des Wissens und der Wissensprozesse der Wandelbewegung bspw. als Datenbank für den Wandel oder zur als Vernetzung von schon bestehenden Datenbanken. 
  • Zur Organisation/Strukturierung werden verschiedene Softwarelösungen geprüft und deren Nutzung konzipiert, wie Wikis, Datenbanken, Kanban-Boards, Online – Foren etc.
  • Während der anschließenden kurzen Diskussionsrunde konnten Rückmeldungen zu konkreten technischen Ansätzen sowie zum Umfang des Vorhabens gesammelt werden

AG Vision & Werte

  • Wertepapier: der überarbeitete Text wird erneut diskutiert und wieder zur Nachbereitung geschickt.
  • Vision: die „Expedition in die Zukunft“ noch keine Vision, sondern Eingangsimpuls. Visionsbild und Visionssatz fehlen noch.

AG Ziele

  • Ziele/Wortmeldungen identifiziert/markiert als Ziele (Z) / Visionen (V) / Wichtiges 
  • 2 Arten von Zielen: innere + äußere Ziele
  • To do: digitalisieren (während Abendpause erledigt (!)) + ordnen

AG Label

  • Alle in einem Boot
  • Einheitliches Auftreten
  • Wandel-Begriff „Change“ zu unklar
  • Gutes Label:
    • Sagt, worum es geht – ohne Erklärung
    • Leicht aussprechbar
    • Nicht als Marke registriert
    • Spricht mehrere Sinne an
    • Kann Geschichte erzählen
  • Beispiel/Vorschlag: „fairmove“ Label
Fairmove Label Vorschlag
Wie könnte ein Label aussehen? Poster als Beispiel für „fairmove“-Label mit Farn-Logo. Vorstellbar: unterschiedliche Stufen der Label-Verwendung: Supporter, PartnerIn, Certified.

AG Organisationsstruktur

  • Mögliche Strukturen:
    • Soziokratie 3.0
    • Constellation-Model
    • Polyzentrische Selbstorganisation
    • Holon-Prinzip
    • Ökosystem-Modell

=> Mehr Information notwendig.
=> Andreas bietet an, Anfang 2019 einen Workshop zur Soziokratie 3.0 abzuhalten.

  • Kriterien zur Auswahl einer Organisationsstruktur:
    • Passend zur Zielsetzung
    • flexibel/dynamisch/resilient (Archiv/Historie führen)
    • transparent, übersichtlich, einfach verständlich, selbstreflektiv
    • Verbindungsgrad
    • Aufbau/Hierarchie – Problematik Dominanzverhältnis
    • Entscheidungskompetenz/Gewaltenteilung
    • Plenum vs. Anlaufstelle
    • (Finanzierung)
    • Weiteres: Konzept frekonale, Mutterschiff
    • … per Fragebogen abfragen?

AG Web & Datendienste

  • „Ferropolis“ etc.
  • Es gibt immer mehr Plattformen mit diversen Zielgruppen
  • Konkurrenz?
  • Was braucht eine Plattform?
  • Ziel sollte sein, dass User Daten austauschen können
    • Es gibt: fairlogin, TransforMap, WeChange, Transition-Connect
    • Organisationsprofile, Eventdaten, Logins, ginge weiter mit Newsletter, etc.
  • Datenschutz + Rahmen
    • Einwilligung
    • z.B. Bündniszertifizierte Mitglieder
  • Bedarf: rechtliche Beratung
  • Finanzierung:
    • Prototype Fund?
    • Aufbau/Betrieb?
Übersichtsdiagramm FairMove IT
AG Wissensmanagement – Übersicht über Inhaltssammlung (Post-its)

Abendessen

Erfahrungsberichte

… von Problemen/Scheitern bisheriger Vernetzungsprozesse – aka „Fuckup Night“

Wir hinken zwar schon hinter dem Zeitplan her, aber trotzdem wird beschlossen, hierfür Zeit zu schaffen: anwesende Personen mit Netzwerk-Aufbau-Erfahrung berichten kurz von ihren Erfahrungen. So wollen wir dieses mal bereits bekannte Hürden umgehen oder mit Anlauf überspringen. Hier eine Zusammenfassung unserer Fazits (weiteres Feedback willkommen):

  • Nicht zu viel auf einmal wollen – kleine Schritte fördern das Commitment
  • Wir brauchen mehr Zeit zum Sein/Kennenlernen/Welt genießen/Feiern!
  • Fuck-up by Forking: wir sollten darauf vorbereitet sein, dass sich Bewegungen immer wieder mal teilen und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit weiterarbeiten – ist nicht automatisch negativ
  • Gutes Storytelling / Archiv betreiben um neue Mitglieder schnell auf den aktuellen Stand zu bringen
  • Eingliederung neuer Mitglieder evt. auch schon vor Treffen durch Chat-Gruppe
  • Professionalisierung (= bezahlte Stellen) notwendig
  • Finanzierung auch von externen Experten (z.B. Wirtschafts-/Rechtsberatung)
  • Arbeitskreise festlegen, um die Zeit zwischen Konferenzen zum Arbeiten zu nutzen
  • Arbeitskreise von anderen Veranstaltungen (z.B. M4H/Ferropolis) zur Mitarbeit einladen
  • regelmäßige Treffen (ca. 3-monatlich)

Öffnung des Programms

Nach einer kurzen Pause werden aber nochmal Kräfte mobilisiert:
Obwohl die Uhrzeit schon fortgeschritten ist versuchen wir, uns nochmal in Arbeitsgruppen zusammenzufinden, um mit dem Feedback vom Nachmittag weiterzuarbeiten. Doch heute wurde schon sehr viel gearbeitet; die Luft ist langsam raus. Gemäß „kleine Schritte fördern das Commitment“ beschließen wir, das Programm zu öffnen.

Abend-Arbeit/Open Space

  • Die Arbeitsgruppe Vision&Werte überarbeitet noch einmal den Text „Gemeinsame Expedition in die Zukunft“
  • Ca. 1/3 der Teilnehmer sortieren und gruppieren bis nach Mitternacht (!) die oben genannten Ziele, um am nächsten Morgen damit weiterarbeiten zu können.